, Esther Ferrari

Auf unbekannten Pfaden

Das Schneegestöber am Vortag setzte der Winterpause im Januar ein Ende und die Wiesen leuchteten am Freitagabend auf der Neckertaler Vollmondwanderung in einem hellen Weiss. Zwölf Lichter schlängelten sich von St. Peterzell hinauf zur Hofstetten, runter zur hinteren Schwendi und über den Schmidsboden wieder rauf zum Oberreitenberg. Die stürmischen Winde der vergangenen Wochen verlangten eine Änderung der Route und nicht nur die auswärtigen Gäste, sondern auch die einheimischen Teilnehmer gelangten auf zum Teil unbekannten Pfaden zum Anker im Heiterswil. Nach einer stärkenden Gerstensuppe und einem Huuskafi mit einem feinen Schlorzifladen machte sich die fröhliche Wanderschar vorbei am Niederwil und über den Rohrbach wieder zurück zum Ausgangspunkt. Sogar der Vollmond liess sich blicken, eine bedächtige Stille breitete sich aus und im Schein der Lampen stiessen die Atemluftwolken gen Himmel. Und wer weiss, welche im Neckertal heimischen Wildtiere die achtsamen Naturliebhaber auf ihrem Heimweg beobachteten?