Kulturweg

Kulturwege im Neckertal

Bauliche Zeugen einer wechselvollen Geschichte und reichen Vergangenheit
Die Kulturwege Neckertal umfassen sieben Rundwege mit insgesamt mehr als hundert Informations-Tafeln. Die Kulturwege führen zu den interessantesten Kulturobjekten und die Objektbeschreibungen geben einen guten Einblick in die wechselvolle Geschichte und die damit verbundene Entwicklung der Region.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Hemmenberch (Hemberg) 878 und Helfoltiswilare (Oberhelfenschwil) 882 belegen die Besiedlung des Neckertals. Die Gründung der Brüderzelle „Sancti Petri Cella“ erfolgte um 1050. Im 13. und 14. Jh. beherrschten die Grafen von Toggenburg weite Teile der Ostschweiz und des Vorarlbergs. Anschliessend stand das Neckertal unter der Herrschaft der Klöster St. Gallen und St. Johann. Bereits zu Beginn des 17. Jh. führte ein stark frequentierter Handelsweg vom Bodensee in die Innerschweiz durch das Neckertal. Entlang dieses Weges entstand in dieser Zeit eine Reihe von stattlichen Bauten, die von einer reichen Vergangenheit zeugen und von der kantonalen Denkmalpflege als aussergewöhnlich bezeichnet werden.

Mit dem Einzug der Textilindustrie im 19. Jh. erlebte das Neckertal eine eigentliche Blütezeit. Zur Ergänzung des spärlichen bäuerlichen Einkommens wurden in vielen Bauernhäusern Webkeller und Sticklokale eingerichtet. Zur Nutzung der Wasserkraft entstanden am Necker und seinen Seitenbächen Textilfabriken. Nach dem Niedergang der Textilindustrie wurde im 20. Jh. der Fremdenverkehr gefördert und es entstanden im ganzen Neckertal Ferienheime und Pensionen.

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